Genremix sorgt für rundum gute Laune

Musikverein Frischauf Grab begeistert sein Publikum beim Jahreskonzert in der Schwalbenflughalle

Mit Musik geht alles besser, sie macht gute Laune, lässt Gefühle aufwallen und den einen oder anderen Fuß im Takt mitwippen. Bei seinem überaus gelungenen Jahreskonzert zelebrierte der Musikverein Frischauf Grab in der Schwalbenflughalle eine Hommage an die diversen Genres der Vereinsmusik.

Die Jugendgruppe unter der Leitung von Monika Nordheim stimmte bereits mit ihrem ersten Titel „Little Brown Jug Swing“ die Anwesenden auf einen richtig frischen und frechen Abend ein. Spannend: „Cloud(iu)s“, eine Komposition, die ihrem Verfasser Thiemo Krass beim Betrachten der unterschiedlichen Wolkenformationen einfiel und dementsprechend meteorologisch daherkommt. Man spürt gleichsam, wie die Wolke das Wetter macht. Zwei berühmte Märchen waren die Inspirationsquelle für die weiteren Songs. Zum einen „Aladin“ aus „1001 Nacht“ mit seinen Klängen, die die Zuhörer in eine faszinierend fremde Welt entführten, zum anderen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen in der Fassung von Walt Disney; klar, dass dabei die Musik märchenhaft und verträumt zugleich ist.

Die Stammkapelle hat wieder Susanne Scherhaufer als Dirigentin. „Voyage to the End of Earth“ beschreibt eine aufregende Seereise, die aber auch ihre beschaulichen Momente aufweist, bis das Schiff glorreich im Bestimmungshafen einläuft. Es versteht sich von selbst, dass die Seefahrer „Die Glücksbringer-Polka“ von der Musikkapelle spielen ließen, denn Seeleute sind abergläubisch. Von Abenteuern in fernen Ländern handeln auch „Gullivers Reisen“, die einst von Jonathan Swift im 18. Jahrhundert verfasst wurden. Pizzicato (klein) kommen die Noten im Lande Liliput daher, aber sie klingen auch durchaus wehrhaft und unternehmungslustig. Sensibilität darf man im Lande der Riesen natürlich nicht erwarten, schließlich trampeln die Großfüßler alles nieder. Richtig mysteriös wird die Melodie auf der schwebenden Insel Laputa, dort beginnt sie gar zu schaukeln und zu kreiseln. Und bei den Pferden wird sie gleichsam zum Parcours für die edlen Warmblüter.

Gaetano Fabiani komponierte den beliebtesten italienischen Marsch, nämlich den schmissigen „Venezia-Marsch“ und war zu seinen Lebzeiten wohlgelitten und bekannt. Unvergesslich ist auch die Melodie zu Stephen Spielbergs Film „Schindlers Liste“, die auf wunderbare Weise die furchtbare Not beschreibt, aber auch den Mut, die Tapferkeit und die Hoffnung, die Oskar Schindler zeigte und evozierte. Der folgende Song war das absolute Kontrastprogramm, er wurde von der berühmten Gloria Estefan geschrieben und machte Jennifer Lopez zum Star: „Let’s get loud“. Aber eigentlich triumphieren die Südamerikaner mit ihrer schwungvollen Musik über die alltäglichen Nöte. Unvergessen sind die Melodien des Hamburgers Bert Kaempfert, der für so berühmte Leute schrieb wie Frank Sinatra, Dean Martin oder Caterina Valente. Titel wie „Strangers in the Night“ oder „Blue Spanish Eyes“ kommen einer Zeitreise in die 1960er-Jahre gleich. Ebenfalls aus dieser Dekade stammt der Kultfilm „Tanz der Vampire“, der mittlerweile zu einem erfolgreichen Musical mutiert ist. Die Stücke sind einfach vampirisch, dramatisch, ekstatisch, romantisch und magisch. Da möchte man doch gleich unsterblich werden.

Die Zuschauer waren nahezu hypnotisiert, aber auf jeden Fall total begeistert von der Spielfreude und dem Können der Mitglieder des Musikvereins. Sie konnten nicht verstehen, dass das Konzert enden sollte. Na ja, ein bisschen waren die Musiker darauf vorbereitet und hatten sich für die Zugabe „The Typewriter“ etwas Tolles ausgedacht. Die Mädchen und Jungen der Jugendgruppe hämmerten das Stakkato auf echten Schreibmaschinen. Das war eine wunderbare Einlage, sodass die zweite Zugabe „Happy“ absolut den Nagel auf den Kopf traf, die gute Laune hatte die ganze Halle erobert.

Ebenso fanden Ehrungen von Mitgliedern des Musikvereins statt: Melanie Frost, Simon Markert, Selina Wagner und Steven Klenk bekamen das Leistungsabzeichen in Bronze für die Bläserjugend Baden-Württemberg, Simon Markert darüber hinaus noch die silberne Vereinsnadel, und Tanja Krawtschuk erhielt die Fördernadel für 20 Jahre Einsatz als Notenwartin.

 
Konzert Zugabe Die Jugend


Quellenhinweis:
Mit freundlicher Genehmigung der Murrhardter Zeitung: Artikel und Bild erschienen am 15. März! Text: Petra Neumann, Fotos Jörg Fiedler


An dieser Stelle möchten wir uns noch bei Tanja Krawtschuk
für die Dekoration der Schwalbenflughalle
und
bei Iris König für die Gestaltung der Flyer und Plakate 
recht herzlich bedanken.


22.03.2017 durch webmaster
Copyright © Musikverein Frischauf Grab e.V. 2017 - Impressum