Akustische Leckerbissen für jeden Geschmack


Aktive des Musikvereins „Frischauf” Grab bewiesen bei Jahreskonzert hohe Spielqualität und Vielseitigkeit

Großerlach (eke). Ein abwechslungsreiches Musik-Menü mit akustischen Leckerbissen für fast jeden Geschmack servierten die Aktiven des Musikvereins „Frischauf” Grab bei ihrem Jahreskonzert den nicht so zahlreichen Zuhörern in der Schwalbenflughalle in Grab.

Dabei beeindruckten sowohl die von Monika Nordheim geleitete Jugendkapelle als auch die aktive Kapelle unter der Leitung von Susanne Scherhaufer mit großem Können, hoher Spielqualität, Vielseitigkeit und Präzision. Gleich zum Auftakt sorgten die Nachwuchsmusiker der Jugendkapelle für Furore. Sie meisterten bravourös eine große Herausforderung: den idyllischen ersten Satz „Morgenstimmung” aus der Peer Gynt-Suite Nr. 1 von Edvard Grieg. Er schrieb die Musik für ein Theaterstück nach dem dramatischen Gedicht „Peer Gynt” von Henrik Ibsen, inspiriert von norwegischen Märchen. Mit der Ouvertüre „The Little Magyar” (Der kleine Ungar) von Alfred Bösendorfer, Pseudonym für Kees Vlak, erzielte die Jugendkapelle als kleinstes Ensemble beim Wertungsspiel in Plüderhausen ein „sehr gut”.

Denn sie brachte das erst melancholische, dann mitreißende Stück mit mehrfachen Stimmungs-, Rhythmus- und Tempowechseln sehr gut zum Ausdruck. Sinfonisch und atmosphärisch klang „Only Time” der irischen Sängerin Enya, dessen mit Stimmen zum 11. September 2001 unterlegtes Remix traurige Bekanntheit erlangte. Sehr schwungvoll war dagegen „The Final Countdown” der schwedischen Hardrockgruppe „Europe” von Sänger Joey Tempest. Die Zuhörer waren von den Darbietungen der Jugendkapelle so begeistert, dass sie mit lautstarkem Applaus zwei Zugaben wünschten und bekamen: Den melodisch raffinierten Rocksong „With Eyes of Fire” von Donald Josuweit und den fröhlichen Marsch „Die Berner Stadtwache” von Thomas Berghoff mit schönem Tenorhornsolo von Thorsten Hirsch.

Die Jugend Die Jugend

Die aktive Kapelle imponierte mit fast perfekt präsentierten traditionellen und modernen Stücken und ihrer Fähigkeit zur Darstellung ganz unterschiedlicher Stile. Ein besonderer Hörgenuss war die Auswahl von facettenreichen Melodien der Filmmusik zu „Robin Hood - König der Diebe” von Michael Kamen. Eine wunderschöne, vielschichtige musikalische Beschreibung des Lebensflusses war „River of Life” von Steven Reineke. Großartig gelang es den Musikern, den typischen Klang der „Original Egerländer Musikanten” vorzutragen: Beim romantischen Walzer „Musikfreunde” von Franz Bummerl, dem beschwingten, klangmalerischen Thayaquellenmarsch von Rudolf Strubl und dem schmissigen 1809er-Marsch von Martin Brugger mit Gesang von Walter Metzger. Auch Pop und Rock brachte die Kapelle mitreißend und klangschön zur Geltung. So das bekannte, heitere „Walking on Sunshine”, von Kimberley Rew für die Gruppe „Katharina and the Waves” geschrieben, aus „Guck mal, wer da spricht”, anderen Filmen und Serien, oder „Twins” von Jan Hadermann, zuerst gefühlsbetont, dann rhythmisch temperamentvoll.

Die Kapelle Die Kapelle

Im Rahmen des Jahreskonzerts gab es auch verschiedene Ehrungen. Die neue Jugendleiterin Stephanie Kübler zeichnete Lisa Wieland mit dem Leistungsabzeichen in Silber für den D2-Lehrgang und Sonja Lenz als erste Musikerin des Musikvereins mit dem Leistungsabzeichen in Gold für den D3-Lehrgang aus. Jörg Schaal, Vorstandsmitglied des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg, Kreisverband Rems-Murr, zeichnete Christine Schäf mit der Ehrennadel in Bronze für zehn Jahre aktives Musizieren aus. Zudem verlieh er Monika Nordheim die Ehrennadel in Gold für 30 Jahre aktive Tätigkeit zur Förderung der Musik und Sibylle Völker die Förderermedaille in Silber für 15 Jahre vorbildliche Tätigkeit zur Förderung der Musik. Der Vorsitzende Roland Lerch zeichnete Christine Schäf und Monika Nordheim mit der silbernen Ehrennadel des Musikvereins aus. Weiter ehrte er die Fördermitglieder Ilse Mauser, Dieter Gotsch, Johanna Angerbauer und Irma Schmidt für 30-jährige Vereinstreue mit Urkunden.

Die Geehrten

Auszug aus der Murrhardter Zeitung vom 11.03.2010 (Bericht und Bilder: Elisabeth Klaper)


19.03.2010 durch webmaster>
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