Von ABBA-Hits über Festklänge bis zum Gummi-Mambo

Jugendkapelle und aktive Kapelle des Musikvereins "Frischauf" Grab
boten bei Jahreskonzert vielseitiges Programm

Tobias und Torsten
Jürgen Völler
Susanne Scherhaufer

Großerlach (eke) - Ein vielseitiges Programm mit einem erstaunlich
breiten Spektrum verschiedener Klangfarben und Stile boten die
Jugendkapelle und die aktive Kapelle des Musikvereins "Frischauf" Grab
den vielen Besuchern bei ihrem Jahreskonzert in der Schwalbenflughalle.

Da war für fast jeden Geschmack ein Stück dabei, und dank der
beeindruckend hohen Qualität des Spiels wurde
jede Darbietung zu einem Hörgenuss.

Der Musikverein leistet erstklassige Jugendarbeit:
Dies bewiesen die begabten, dynamischen Nachwuchsmusiker der von
Monika Nordheim geleiteten Jugendkapelle.
Mit Spielfreude und Schwung, harmonischer Präzision,
Gefühl für Klänge und Rhythmen eröffneten sie den Melodienreigen.
Ein Höhepunkt war "Die Berner Stadtwache" (Thomas Berghoff) mit
klangvollem Solo von Tobias Lerch und Thorsten Hirsch (Tenorhorn):
In fröhlichen Tönen wurde darin die Wachablösung
am Berner Stadttor mit Motiven des Berner Marsches erzählt,
wobei sich ein reizvolles Wechselspiel zwischen den Solisten
und der Kapelle entwickelte.
Wie schön Popmusik klingen kann, zeigte
"Forever ABBA Gold" (André Waignein) mit vier
der bekanntesten Hits der berühmten schwedischen Band.

Stimmungsvoll kam der Song "Can You Feel The Love Tonight"
(Elton John / Ron Sebregts) aus dem Film "König der Löwen"
mit feinem Trompetensolo von Benjamin Dieterich zur Geltung.
Zauberhaft und fantasievoll klang die Auswahl von
Charakterstücken aus dem Märchen-Musical
"Die Schöne und das Biest" (Alan Menken / Paul Lavender).
Die Zuhörer waren von der Jugendkapelle so begeistert,
dass sie noch eine Zugabe hören wollten:
Sie durften sich über "General Radetzky Goes Cuckoo"
(Edward Michaelson) amüsieren,
eine witzige Parodie des altehrwürdigen
Radetzky-Marsches von Johann Strauß Vater,
mit schrägen Tönen und komischen Geräuschen von
Kuckuckspfeife, Hupe und Zugpfeife.


Dann nahm die aktive Kapelle das Publikum mit auf
eine musikalische Reise durch Europa mit kurzem
Abstecher nach Argentinien.
Seit einem Jahr schwingt Susanne Scherhaufer
erfolgreich den Taktstock,
denn die Kapelle hat enorme Fortschritte gemacht.

Dies zeigte die Auswahl von Werken mit hohem
Schwierigkeitsgrad: Da riefen die Musiker ihr ganzes
Können ab und präsentierten dem Publikum Blasmusik
auf bemerkenswert hohem Niveau.
Einfach großartig klangen die mitreißende,
pompöse Festmusik der Stadt Wien (Richard Strauß / Siegfried Rundel)
und die Sinfonische Rhapsodie "Scandinavia" (Alfred Bösendorfer)
mit einer Fülle von unterschiedlichen folkloristischen Elementen
und typischen musikalischen Merkmalen
aus verschiedenen Ländern und Kulturregionen Skandinaviens.

Wie gut die Graber Musiker Blasmusik
im böhmischen Stil spielen können,
zeigten sie mit der heiteren Karl- oder Freundschafts-Polka (Franz Watz).
Die Poesie englischer Volksweisen und -tänze kam
in "A Percy Grainger Suite" (Percy Grainger / Frank Erickson)
zum Ausdruck.
Heiter beschwingt wirkte "Country Gardens",
choralartig "Irish Tune" und humorvoll bewegt
der Tanz "Molly On The Shore".
In "A Little Tango Music" (Adam Gorb) gestaltete
die Kapelle drei verschiedene Formen des Tangos,
den melancholisch-erotischen, ursprünglichen Tango argentino,
den elegant swingenden europäischen Gesellschaftstanz
und den kunstvollen Konzerttango,
in einem Kaleidoskop wunderschöner Klangfarben.

Und dann gab's Musik zum Wohlfühlen:
Ein perfekt vorgetragenes Medley goldener "Happy Sound"-Hits
von James Last (Steve McMillan).
Mit rhythmischem Applaus signalisierte das Publikum
den Wunsch nach weiteren Musikfreuden -
und bekam zwei Zugaben:
Die bekannte temperamentvolle Melodie "Russian Gipsy Song" (Dorogoj Dlinnojn)
und den auch als Gummi-Mambo bekannten Cha-Cha-Cha "Cherry Pink" (Louiguy)
mit einem besonders witzigen Gag:
Damit das Glissando richtig schön schräg klang,
tauchte Trompetensolist Jürgen Völler sein Instrument
in ein Aquarium, in dem zum Glück keine lebenden Fische schwammen.

Beim Jahreskonzert gab es auch Ehrungen
engagierter aktiver und langjähriger passiver Mitglieder.
Cornelius Weller, stellvertretender Dirigent des Kreisverbandes Rems-Murr
des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg (BVBW),
verlieh Bernd Schwarz die Förderermedaille in Gold des BVBW für 20 Jahre
und Markus Wizemann die Förderermedaille in Silber des BVBW für 15 Jahre
vorbildliche ehrenamtliche Tätigkeit im Musikverein Grab.
Weller zeichnete Stephanie Kübler für zehnjähriges Musizieren
mit der Bronzenen Ehrennadel des BVBW aus,
und Bettina Lerch, Vorsitzende des Musikvereins Grab,
verlieh ihr die Silberne Ehrennadel des Musikvereins.

Dann zeichnete Lerch Else Bayer und Sonja Gärtner
mit der Silbernen Ehrennadel des Musikvereins für 20 Jahre
und Hilde Kraft, Manfred Steinhardt, Adolf Weber,
Otto Wenzel und Eugen Wieland mit der Goldenen Ehrennadel
des Musikvereins für 40 Jahre Mitgliedschaft aus.


(Bericht: Elisabeth Klaper)
(Bilder: Petra Lerch)


09.03.2009 durch webmaster>
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